Was bedeutet es, eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit zu schreiben? Der wichtigste Punkt ist, dass eine Abhandlung auf dem Niveau von Höheren Fachschulen oder Fachhochschulen klar, schlüssig und präzise dein Wissen vermittelt.
Bei einer akademischen Abhandlung geht es im Wesentlichen darum, ein Argument vorzubringen, Behauptungen zu begründen und den Leser auf eine unvermeidliche und auf Fakten basierende Schlussfolgerung hinzuführen.
Das Verfassen einer erfolgreichen wissenschaftlichen Arbeit ist eine Fähigkeit, die man lernen kann. Hier sind einige Tipps, die dir dabei helfen, diese Kompetenz auszubauen.
1. Formuliere eine klare, präzise These
Die These deiner Arbeit sollte dein Thema und deinen Standpunkt in einem einzigen Satz vermitteln. Nach deinen ersten Recherchen kommt dir das vielleicht unmöglich vor. Dabei kann es hilfreich sein, sich zu überlegen, wie du die These einer branchenfremden Person in aller Kürze erklären würdest. Stelle dir vor, dass ein Familienangehöriger sich beim Abendessen nach deiner Arbeit erkundigt. Deine Ansichten sollten in deiner These deutlich zum Ausdruck kommen. Eine starke These besteht aus der Zusammenfassung eines Arguments. Die Feinheiten kommen dann erst später, im Laufe deiner Arbeit, zur Sprache.
2. Stütze deine These
Um dein Argument gut zu begründen, stütze es mit handfesten Sekundärquellen. An einem Ort wie Wikipedia kannst du hervorragend Belegstellen für Sekundärquellen finden, für sich alleine ist Wikipedia aber keine zuverlässige Quelle. Je nach Thematik willst du vielleicht nach Rezensionen oder Forschungsartikeln suchen. Wissenschaftliche Artikel aus Branchenzeitschriften wie dem Journal of Hotel and Business Management sind eine gute Wahl dafür. Ausserdem enthalten Zeitschriftenartikel umfassende Belegstellen, wo du Forschungsabhandlungen im Original oder ausführlichere Besprechungen eines Themas finden kannst.
3. Entwirf eine Gliederung
Eine hervorragende Abhandlung fliesst von einem Absatz zum nächsten, in einer logischen Abfolge. Das gelingt dir bedeutend leichter, wenn du eine Gliederung entwirfst, die dir als Plan für deine Arbeit dient. Ausserdem kann es vorkommen, dass du versehentlich vom Thema abkommst, nachdem du mit dem Schreiben begonnen hast. Ein Vergleich mit deinem schriftlichen Gliederungsentwurf kann dir dabei helfen, zu erkennen, wo du den Text straffen musst und wie du wieder den richtigen Weg einschlagen kannst.
4. Schreibe einen ersten Entwurf
Der erste Entwurf sollte niemals der letzte sein. Lasse dir genügend Zeit, einen ersten Entwurf zu erstellen und komme später noch einmal darauf zurück. Es ist schwierig, beim ersten Schreiben Fehler, Unstimmigkeiten oder gar Schreibfehler zu bemerken. Wenn du aber einen oder zwei Tage später erfrischt auf den Text zurückkommst, wirst du klarer erkennen, wie du ihn besser gestalten kannst.
5. Schreibe die Einleitung zum Schluss
Der erste Absatz einer wissenschaftlichen Arbeit ist oft der schwierigste. Wenn du ihn zum Schluss schreibst, nämlich dann, wenn deine Argumente und Nachweise vor dir ausgebreitet liegen, wird die ganze Abhandlung einen geschlosseneren Eindruck erwecken. Als eine andere Möglichkeit kannst du zum Schluss die Einleitung verwerfen und neu schreiben.
Das Schwerste beim Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit ist es, einen Anfang zu finden. Manchmal musst du nur mit dem Tippen anfangen, damit die Ideen in Fluss kommen. Später kannst du jederzeit wieder zurückkommen und etwas bearbeiten oder löschen. Fange einfach zu schreiben an.
Dieser Artikel ist ursprünglich im EHL-Blog erschienen.